Willkommen im Brand Doc's Blog.

Hier schreibe ich über Markenstrategie. Für dich – wenn du ein Unternehmen führst, gründest oder eine Marke verantwortest und deine Marke weiterentwickeln willst. Du musst dafür kein Marketing-Profi sein. Nur neugierig.

Was dich hier erwartet:

Über 250 Beiträge zu Positionierung, Naming, Markenkern, Strategie und allem dazwischen. Dazu fast 200 Werkzeuge, Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Literaturtipps – alle kostenlos zum Download. Und zu jedem Thema meine Einordnung: was zählt, was du getrost ignorieren kannst.

Du musst nicht von vorne anfangen. Tipp einfach dein Stichwort in die Suche – Claim, Markenname, Wettbewerbsanalyse – und du landest direkt bei den Beiträgen, die dich gerade weiterbringen.

Viel Spaß beim Stöbern.

Andreas Wiehrdt Andreas Wiehrdt

Wenn die Konkurrenz dich einholt, entscheidet die Marke.

Was du aus diesem Beitrag mitnehmen kannst:

👉 Kein Vorsprung hält ewig. Jede Innovation wird früher oder später kopiert. Was dann zählt, ist nicht das bessere Produkt — sondern die stärkere Marke.

👉 Innovation und Marke haben unterschiedliche Jobs. Innovation erobert Territorium. Marke verteidigt es. Wer nur das eine betreibt, verliert das andere.

👉 Ein Relaunch ist kein Branding. Wer neue Optik beauftragt, ohne das Markenfundament zu prüfen, kauft sich einen Anstrich für ein Haus, das es nicht gibt. Die entscheidenden Fragen — Territorium, Kundenbedürfnisse, psychologischer Mehrwert — bleiben dabei meist unbeantwortet.

👉 Schlechtes Branding ist keine Frage des Designs. Es ist das schleichende Aufgeben einer einmal starken Position — meist im Namen von Wachstum, Modernisierung oder »neuen Zielgruppen«. Esprit und The Body Shop zeigen, wie das endet.

👉 Marke aufzubauen ist keine Budget-Frage. Es ist eine Frage von Klarheit, Disziplin und Mut. Wer weiß, welches Territorium er besetzt — und es konsequent hält — ist schwerer zu verdrängen als jeder Wettbewerber mit mehr Geld.

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Tipps & Tricks Andreas Wiehrdt Tipps & Tricks Andreas Wiehrdt

Warum starke Marken Nein sagen — und schwache es nicht können.

Was du aus diesem Beitrag für deine Markenarbeit mitnehmen kannst:

☞ Prüfe, ob deine aktuelle Positionierung wirklich jemanden ausschließt — oder ob sie nur beschreibt, was du tust. Wenn niemand Nein hört, positionierst du nicht.

☞ Frag fünf bestehende Kundinnen oder Kunden, warum sie sich für dich entschieden haben — nicht was ihnen gefällt. Die Antworten zeigen dir, welchen Platz du bereits im Kopf deiner Zielgruppe einnimmst.

☞ Nutze die Positionierungsmatrix, um Wettbewerber einzutragen und unbesetzte Räume zu finden. Wähle dann den Raum, den du glaubwürdig halten kannst — nicht den, der am größten wirkt.

☞ Schreib dein Positioning Statement mit den vier Elementen Zielgruppe, Bezugsrahmen, Unterschied und Beweis auf. Lass danach jede Kommunikationsentscheidung durch diesen Filter laufen.

☞ Akzeptiere, dass Positionierung Verzicht bedeutet. Entscheide bewusst, für wen du nicht da bist — das ist keine Schwäche, sondern die Voraussetzung für eine Marke, die im Kopf bleibt.

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